Camino del Norte #1 – ein wunderbarer Empfang

Camino del Norte, Jakobsweg, Laredo, Strand, Beach, Nordspanien, Spain

Camino del Norte – 1. Etappe – 24.05.2015 – Pobeña bis Castro-Urdiales

Da wir uns entschlossen hatten, in den nächsten zwei Wochen nur die reizvollsten Etappen des Camino del Norte zu absolvieren, hieß es die Etappe von Bilbao nach Pobeña per Zug zu überspringen, da ein Großteil des Weges uns an hässlichen Industrielandschaften vorbei führen würde.

Am Bahnhof in Pobeña angekommen trennte uns nur noch eine Taxifahrt von dem Einstieg in den Camino.

23,4 km nach Castro-Urdiales sollte unsere Herausforderung werden – die Betonung liegt auf “Herausforderung”, schließlich war es unsere erste wirkliche Fernwanderung mit, wie sich später herausstellen sollte, viel zu schweren Rucksäcken (meiner ca. 14 kg und der von Patrizia 12 kg).

Landsafari_Camino del Norte_Etappe 1_Einstieg
Es geht los …

Der Anfang führte über etliche Stufen steil nach oben auf den gut asphaltierten Weg an der Steilküste des Atlantiks. Die tolle Aussicht entschädigte uns für die ersten Anstrengungen. So ging es eine Weile am Meer entlang.

 

 

 

 

Nach ca. 6 km hieß es vorerst vom Meer Abschied zu nehmen – es ging ins Landesinnere.Camino del Norte, Jakobsweg, Nordspanien, Herausforderung

Vorbei an kleinen Dörfern und Wohnsiedlungen führte uns der Weg langsam hinauf. In einem der kleinen Dörfer empfahl man uns sogar den Weg dort abzukürzen, da der eigentliche Weg anstrengender sei. Unser Stolz verbot uns dies – das sollten wir noch zu spüren bekommen.

Kurze Zeit später wanderten wir auf einer asphaltierten, aber wenig befahrenen Straße, am Rande des Waldes über 1,5 Stunden stetig bergauf. Das kann in der Sonne ganz schön zermürbend werden. Nachdem wir das gemeistert hatten, ging es weiter über einen alten Mienenweg bis nach Santullan.

alter Mienenweg, Camino del Norte, Von Pobena nach Castro-Urdiales

Nach einem letzten fiesen Anstieg war hier nach 20 km Feierabend – wir konnten nicht mehr.

Wie passend, dass wir direkt an einer Bushaltestelle rauskamen. Das Problem – es war Sonntag. Das heißt, die Busse fuhren nicht oft. Aus dem Busfahrplan wurden wir aber nicht richtig schlau. Und wir waren nicht die einzigen. Selbst die Einheimischen waren sich nicht so recht einig, wann der nächste Bus nach Castro-Urdiales kommen sollte.

Die Mehrheit war für zwei Stunden – so hieß es erstmal Rast einlegen und vor dem nahegelegenen Imbiss einen Café con Leche genießen.

Neben den gelben Wegweiserpfeilen sollte dies unser stetiger Begleiter auf den weiteren Etappen sein.

Schon dort in Santullan, am ersten Tag unserer Wanderung, kam es zu einem dieser wunderbaren Momente und Zufällen, die man auf dem Jakobsweg erfahren kann. Jemand von den von uns bereits kontaktierten Dorfbewohnern sprach mit einer Familie, die mit dem Auto vor dem Imbiss gehalten hatte. Der nette Herr erklärte meiner Freundin und mir, dass die Familie uns bis Castro-Urdiales mitnehmen würde – so war Kuscheln im Kleinwagen mit sechs Personen angesagt.

In Castro angekommen bedankten wir uns herzlichst – ein finanzielles Entgelt wurde von den hilfsbereiten Spaniern allerdings ausgeschlagen.

Der Camino hat uns einen wunderbaren Empfang und einen anstrengenden aber schönen ersten Tag bereitet.

So endete die erste Etappe in der Pension La Mar, wo wir auch unsere ersten Stempel im Pilgerpass entgegen nehmen durften.

Guido

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